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Geologie - Naturpark Diemelsee

Teil einer bevorzugten Erholungslandschaft, wie sie der Naturpark Diemelsee zu Recht sein will, ist auch das, was sich unter der Erdoberfläche verbirgt, sind die Zeugnisse der Geschichte, die in Bau- und Bodendenkmalen an die Vergangenheit erinnern.


Das Naturparkgebiet gehört fast vollständig zum Nordostende des Rechtsrheinischen Schiefergebirges. An seiner Ostflanke geht es kleinflächig in das Waldecker Tafelland über. Die Landschaftsteile zeigen starke morphologische Unterschiede, die durch den abweichenden geologischen Aufbau und die unterschiedliche erdgeschichtliche Entwicklung hervorgerufen wurden.

 

Die ältesten Gesteine sind die sogenannten "Wissenbacher Schiefer", die wie der Eisenberg-Quarzit – nach dem Eisenberg am Diemelsee benannt – zum Unteren Mitteldevon (Eifelstufe) gehören.

Einige der bedeutendsten Berge sind aus "Nensten-Quarzit" des Oberen Mitteldevon (Givet-Stufe) auf- gebaut. Dazu gehören Koppen (715 Meter), Dommel (738 Meter) und Ettelsberg (838 Meter). Unterschiedlich ist die Mächtigkeit des Hauptgrünsteins, an dessen Rand sich Roteisenstein bildete.
Der Abbau von Eisenerz begann wahrscheinlich schon in keltischer Zeit.

Das Profil im Kalkstein auf dem Martenberg nördlich von Adorf bildet die Grundlage für die international gültige Gliederung des Unteren Oberdevons (= Oberdevon I oder Adorf-Stufe). Bei der "Klippe" unmittelbar an der Verbindungsstraße Adorf-Giershagen handelt es sich um das wohl bedeutendste geologische Naturdenkmal im Naturpark.

Aus der Unterkarbonzeit stammen die an Schwarz- und Kieselschiefer gebundenen Kupfervorkommen von Marsberg. Der Bergbau auf dieses Erz geht sicher bis in das 11. Jahrhundert zurück und endet nach dem zweiten Weltkrieg. Die Erzvorräte zählen heute noch zu den großen Kupferlagerstätten Europas.

Einen herausragenden Punkt im Naturpark bildet sein südwestlicher Eckpfeiler, der Eisenberg (562 Meter) westlich von Korbach. Er beherbergt eine Goldlagerstätte von beträchtlichen Ausmaßen. In Klüften und Ruscheln der kulmischen Gesteine, besonders der Kiesel- kalke, sind hier Gold und andere wertvolle Erzmineralien durch aufsteigende heiße Lösungen abgesetzt worden. Der Goldbergbau kam im Dreißigjährigen Krieg zum Erliegen. Doch manche Legende rankt sich um das Gold dieses Berges:

"In uralten Zeiten lebte auf der Königsburg auf dem Eisenberge ein gewaltiger Herrscher, der so mächtig war, dass er über Wind und Wetter gebot. Seine unermesslichen Goldschätze ruhten im Innern des Berges und waren der Obhut seines treuesten Tieres, eines goldenen Ziegenbocks, anvertraut. Als einst mächtige Feinde in sein Reich eindrangen, zog er sich mit seinen Tieren zu seinen Goldschätzen zurück. Die fremden Eroberer suchten vergebens, die Schätze zu heben. Nur hier und da fanden sie ein wenig Gold, welches der Ziegenbock von seinen Hörnern abstreifte, wenn er zum Berggipfel emporstieg, um die Wetter zu wehren und sie ins Tal der Diemel oder Eder abzulenken."

Geologische Untersuchungen in neuerer Zeit haben glücklicherweise nicht dazu geführt, dieses Erzvorkommen abzubauen. Ein Abbau hätte voraussichtlich zu einer völligen Veränderung des Landschaftsbildes geführt.

Oberkarbonische Gesteine finden sich nur im Gebiet zwischen Marsberg – Madfeld – Bleiwäsche.

Zechstein und Unterer Buntsandstein kommen im Bereich Marsberg-Giershagen und auf der Korbacher Hochfläche vor. Diese Formationen bergen riesige Trinkwasservorräte, aus denen nicht nur das gesamte Upland versorgt wird.

Bedeutende Gesteinsaufschlüsse für Sammler finden sich in Rhena (Unterkarbon III), im Eisenberg bei Korbach (Unterkarbon II und III), zwischen Leitmar und Marsberg (Zechstein I) und nördlich Adorf (Oberdevon).

 

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