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34519 Diemelsee

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Diemelsee deutschlandweit in die Top 10 gewählt -bei der Abstimmung "Dein Lieblingssee 2016"

Vollstau = 19,93 Mio. m³ bei 376,20 m ü. NN

Aktueller Wasserstand bei 375,88 m ü. NN

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Geschichte der Region

Bedeutende Kulturdenkmale erinnern an den Beginn der Besiedlung vor mehr als dreitausend Jahren.


So wurden die fruchtbaren Hochflächen am Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges schon sehr früh besiedelt, andere Regionen aber erst in der späten Bronzezeit (1200 v. Chr.). Usseln, Eppe, Rhena und alle Orte mit Endsilbe „-lar“ im Namen wurden vermutlich in dieser vorgermanischen Zeit gegründet. Erst zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert - das ist die Zeit der fränkisch/sächsischen Eroberungen - breiteten sich immer mehr Ortschaften aus, selbst in den höheren Lagen des Berglandes.

 

Die Güter fränkischer Könige sind noch heute nachweisbar. Die ländlichen Siedlungen jener Zeit beanspruchten die Tallagen als Wiesen-, Weide- und Ackerland, so dass die ferneren Randlagen der Gemarkungen zumeist bewaldet blieben.

 

Die Stadtsiedlungen Brilon, Korbach und Marsberg am Rande des Naturparks wurden erst im frühen Mittelalter gegründet.

 

Um den Erhalt von Baudenkmalen aus längst vergangenen Jahrhunderten ist der Naturpark in besonderer Weise bemüht. So wurde die "Schwaleburg" bei Schwalefeld von Bewuchs befreit. Ein Aussichtspodest verschafft dem Besucher einen Gesamtüberblick über die mächtige Befestigungsanlage aus der Zeit der Karolinger.

 

Eine weitere, kleinere Wallanlage entdeckt der aufmerksame Wanderer unweit von Lengefeld, vor den Toren der Kreisstadt Korbach. Um exakte wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, wurde im Jahre 1962 erstmals mit Ausgrabungen am "Hünenkeller" begonnen, die im Jahre 1974 im Auftrag des Vereins Naturpark Diemelsee fortgesetzt wurden. Die Funde lassen auf eine Entstehung in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts schließen.

 

Der waldeckische Geschichtsschreiber Heinrich Scipio berichtet 1838 erstmals über eine Höhle unter der Toreinfahrt: "Der Eingang ist so niedrig, dass man nur mit großer Mühe kriechend hineingelangen kann. Es hausten nämlich an diesem Ort vormals Hünen... riesenhafte, den Menschen feindliche Wesen."

 

Mit Hilfe des Naturparkträgers wieder ans Tageslicht geholt wurde das gänzlich verschwundene Schloss der Waldecker Grafen auf dem Eisenberg bei Korbach. Engagierten Hobby Archäologen gelang es, die Grundmauern mit ihrem imposanten Burggraben freizulegen und weitgehend zu restaurieren. Massen von Keramik vom späten 13. bis zum frühen 18. Jahrhundert und Gebrauchsgegenstände wurden gefunden und mühsam zusammengefügt. Die schönsten Stücke sind im Korbacher Museum ausgestellt.

 

Nicht selten bewegt sich der Naturparkbesucher auf "historischen Straßen". So waren die sogenannte "Weinstraße" von Frankfurt über Paderborn nach Bremen, die "Heidenstraße" von Köln nach Leipzig, der "Heerweg" von Marsberg nach Olpe und Siegburg und der "Plackweg" von Arnsberg nach Altenbüren bereits in fränkischer Zeit wichtige Heer- und Handelsstraßen.

 

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